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ACh.

Fellini That Will Do

-- Findus --

Charakter

Man bekommt vom Leben selten das, was man erwartet hat.
Und noch seltener bekommt man sehr viel mehr, als man sich erhofft hat.
Bärchen, Morgenmuffel, Charmeur, Sturkopf, Engel, Stinktier, Teilzeit-Clown, Gesangstalent, Seelentröster, Chef und Streber.

Um unseren Findus zu beschreiben, müsste man sicherlich einen mehrseitigen Aufsatz verfassen. Vielleicht aber auch gleich ein ganzes Buch.

Unser charakterstarkes Bärchen verzaubert mit seiner Einzigartigkeit, seinem Charme, seinem Sturkopf, seinem Stolz und seiner Schönheit. Ich habe selten einen Hund gesehen, der so deutlich zeigt, was er denkt, und der immer eine eigene Meinung hat. Wirklich immer. Dabei ist er aber keineswegs ungelehrig oder unabhängig, sondern für jeden Spaß zu haben und zu allem zu motivieren – wenn es nicht vor 8 Uhr morgens ist, oder es draußen regnet.

In unserem kleinen Rudel ist Findus der Erwachsene. Er ist der Chef und der Vernünftige. Zumindest solange, bis er sich umdreht, uns ein Ständchen singt und mit seinem Spielzeug im Maul rutewedelnd angetänzelt kommt. Auf den Spaziergängen ist er furchtlos und setzt sich auch gegen aufdringliche Schäferhunde durch, wobei er sich dennoch abrufen lässt – dafür allerdings auch mit einem brummigen „Wuff“ stets das letzte Wort hat. Im Haus rollt er sich aus dem Nickerchen auf den Rücken, wenn man an ihm vorbei geht, sofern er Lust hat, sich den Bauch kraulen zu lassen. Fünf Minuten später sucht er mit einem finsteren Blick das Weite, wenn man ihn ohne unmissverständliche Einladung beim Schlafen stört.
Am Hundeplatz ist er konzentriert, hoch motiviert und der Streber schlechthin. Im Ausstellungsring zeigt er sich so stolz, dass es fast arrogant wirkt und genießt das Rampenlicht. Bis er irgendwann beschließt, dass er genug geglänzt hat, und dass er gern nach Hause möchte. Den Damen gegenüber ist er aufgeschlossen und zeigt sich höchst interessiert – bis er dem schönen Geschlecht im richtigen Moment in perfektionierter Machomanier die kalte Schulter zeigt, damit die Mädels nicht überfordert sind.

Jeder dieser Gegensätze und Gemütswechsel macht ihn aus und zu dem, der er ist. Und kein Haar, keine Eigenheit, keine Perfektion und keine Macke wollen wir an ihm ändern.

Dabei haben wir ursprünglich nicht mehr gewollt, als einen aufgeweckten Hund und ein liebenswertes Familienmitglied, das unseren Zweierhaushalt ergänzt. Mir war immer klar, dass ich wieder einen Hund in meinem Leben brauche; und nachdem wir bei einer Nachbarin (Liebe Grüße an die Shelties aus dem 5 Seen Land) Shelties in Aktion sehen konnten und bewusst die Entscheidung für diese Rasse getroffen hatten, konnte es gar nicht schnell genug gehen. Durch Zufall sind wir damals auf unserer Suche auf die Zuchtstätte That will do gestoßen, die zu dieser Zeit einen Wurf von Shannon erwartet hat. Ein Glück für uns, dass einer der 5 Welpen erwarteten noch frei war – und obwohl wir zu einer Hündin tendierten, überzeugte uns Findus direkt von sich.
Mit 3 Wochen war er der Lauteste, der, der immer quiekt, der auf sich aufmerksam macht und sich beschwert. Der ganz genau weiß, was er will. Und von dem wir genau wussten, dass wir ihn wollen.

Falls man an Schicksal glauben will, dann war es das. Denn dieser schimpfende Welpe hat unser Leben auf den Kopf gestellt. Alles besser, aufregender, und lauter gemacht.
Aueßrdem haben wir uns - wie könnte es anders sein! - mit dem Sheltievirus infiziert, sodass mittlerweile drei dieser bezaubernden Hunde bei uns leben und wir uns gar nicht mehr erinnern können, wie man ohne Hund lebt. Und erst recht nicht, wie man ohne Sheltie leben kann.

Wir verdanken Findus unglaublich viel. Neue Perspektiven, verrückte Ideen, aufregende Momente und bereits jetzt viele schönen Erinnerungen und Erlebnisse.

Unser Bärchen ist einzigartig, unbeschreiblich – und so viel mehr, als nur ein Familienhund.